Fragen & Antworten

Fragen sind grundsätzlich während der Vorlesung zu stellen. Ausnahmsweise werden die Fragen von einzelnen Studierenden nachfolgend beantwortet. Wer also eine Frage per E-Mail stellt, willigt ein, dass die Frage hier für alle Studierenden einsehbar beantwortet wird. Es besteht kein Anspruch auf Beantwortung einer Frage.

Frage vom 25.11.2022

(...)

In Aufgabe fünf sind wir im Unterricht  zum Entschluss gekommen, dass sich X (wenn er sich weigert) nicht strafbar macht.

M.E kann man nicht abschliessend die Strafbarkeit aufgrund des illiquiden Sachverhalts beurteilen, da sich X des Versuches von MStG 61 strafbar machen konnte. Auf der Tafel 65 steht nämlich das der Befehlsempfänger den Befehl immer ausführen muss, wenn er diesen subjektiv nicht für offensichtlich rechtswidrig haltet. Ansonsten ist X auch bei einem rechtswidrigen Befehl der versuchten Ungehorsamkeit strafbar. 

Wandel(e) ich diese Erkenntnis auf den Sachverhalt um, kann nicht nicht genau sagen, ob X bei der Verweigerung den Befehl als offensichtlich rechtswidrig auffasste.

Kurzum: ist mein obiger Gedankengang richtig oder ist der Sachverhalt genügend klar gestellt um die Strafbarkeit von X (auch wegen des Versuches) klar zu verneinen?

Die Frage des Versuchs und die Frage der Rechtswidrigkeit sind auseinander zu halten.

Information vom 14.11.2022

Zu den Aufgaben 3. und 4. Themenbereich Besonderheiten des AT MSTG:

Der Erlass einer rechtswidrigen Dienstvorschrift (z.B der Wachtbefehl in Aufgabe 4), kann als Verletzung einer anderen Dienstvorschrift (über den Wachtdienst) gesehen werden. Darüber hinaus könnte zumindest argumentiert werden, es liege auch ein Missbrauch der Befehlsgewalt nach Art. 66 MStG i.S. eines Begehrens vor. 

Fragen vom 29.10.2022

Mir ist im Rahmen der Nachbearbeitung der Vorlesung "Militärstrafrecht" vom 24.10.2022 noch eine Frage aufgekommen.

Handelt es sich bloss um eine unerlaubte Entfernung, wenn sich eine militärdienstpflichtige Person gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. c MStG ohne Absicht von seiner Truppe entfernt ?

Es ist dann Art. 82 Abs. 1 lit. c MStG oder bei Fahrlässigkeit Art. 83 Abs. 1 lit. c MStG zu prüfen.

Würde im Umkehrschluss eine Desertion nur dann vorliegen, wenn die Person sich mit Absicht (d.h. Ablehnung sämtlicher künftiger Dienstleistungen) von seiner Truppe entfernt ?

Es braucht keinen Umkehrschluss, sondern die Lektüre des Gesetzes. Sie gibt die Antwort.

Frage vom 22.10.2022

Bei der Vorlesung vom 17.10.22, welche ich als Podcast geschaut habe, gab es am Anfang und am Ende Tonprobleme.
Deswegen wollte ich Sie fragen, ob Sie mir den Podcast vom letzten Jahr zur Verfügung stellen könnten.

Leider hat es wieder nicht geklappt, obwohl ich die Technik mehrfach darauf hin gewiesen habe, dass ein Problem besteht. Allfällige Prüfungsfragen werden anhand des aktuellen Podcasts und der Präsentation beantwortet werden können.

Frage vom 22.9.2022

Ich wollte mich kurz bei Ihnen erkundigen, ob neue Podcasts für das Semester HS22 erstellt werden, oder wir auf die bereits bestehenden Podcasts aus dem HS21 zugreifen sollen für die Vorlesung Militärstrafrecht

Es gibt einen Podcast 2022. Ich warte auf den Link. Dieser wird auf der Homepage des Lehrstuhls Prof. Thommen publiziert, da ich dieses Jahr auf ein Passwort im Vorlesungsbereich meiner Homepage verzichte.

Frage vom 26.9.2022

Ich hätte eine Frage bezüglich der Vorlesung "Militärstrafrecht" vom 26.9.2023. Mir war am Ende unklar, ob der Kp Kdt B im letzten Fall (Folie 12) aufgrund fahrlässiger schwerer Körperverletzung zur Verantwortung gezogen werden kann oder ob er aufgrund der "Allgemeinen Sicherheitsvorschriften für Verbandsausbildung und Schiessübung" von jeglichen Sanktionen befreit wird.

Da das Reglement dem Kommandanten nicht vorschreibt, dass er das Sichern der Waffe befehlen muss und er erst am Ende der Ausbildungssequenz dafür sorgen muss, dass die Waffen entladen werden, hält er aus meiner Sicht sämtliche Regeln ein.